Mecklenburg-Vorpommern weitet die Leseförderung an Schulen aus. Ab dem neuen Schuljahr lesen Grundschülerinnen und -schüler mehr literarische Werke im Unterricht: zwei Bücher in Klasse 1/2, eines in Klasse 3/4. In den Jahrgangsstufen 5 bis 10 stehen künftig zwei Werke pro Schuljahr auf dem Programm. Auch in modernen Fremdsprachen wie Englisch ist ab Klasse 7 eine Lektüre vorgesehen.
Bildungsministerin Simone Oldenburg betont: „Lesen stärkt Konzentration, Wortschatz und Vorstellungskraft – wichtige Grundlagen für den Bildungserfolg.“ Ergänzt wird die Maßnahme durch ein tägliches 20-minütiges Leseband in den Klassen 1 bis 4. Alle Grundschulen erhielten dazu Starter-Bücherpakete und eine Handreichung.
Mit den Neuerungen reagiert das Land auf Studien wie den IQB-Bildungstrend, die eine sinkende Lesekompetenz belegen. Ziel ist es, die Lesefähigkeit zu verbessern und Bildungsgerechtigkeit zu fördern.