Kitas für Projekte zur Nachhaltigkeit ausgezeichnet

Das Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung hat neun Kitas für ihr außergewöhnliches Engagement bei der Vermittlung von Nachhaltigkeit ausgezeichnet.

„Es ist beeindruckend, mit wieviel Ideen sich schon die Kleinen mit ihrer Umwelt beschäftigen: sei es durch Begegnungen mit der Tier- und Pflanzenwelt auf dem Kita-Gelände oder durch praktische Erfahrungen im Kita-Alltag. Die engagierten Fachkräfte haben gezeigt, dass Bildung für nachhaltige Entwicklung an jedem Ort möglich ist und dass wir den richtigen Weg eingeschlagen haben“, sagte die Bildungsministerin Simone Oldenburg.

Die Kindertageseinrichtungen haben sich gemeinsam drei Jahre lang im Modellprojekt „Kita 2030 – Nachhaltigkeit erleben, Zukunft gestalten“ auf eine spannende Abenteuerreise eingelassen. Dabei haben sie unter anderem Modelle zur Biodiversität und zum Papier- und Müllsparen entwickelt, sich nachhaltig ernährt oder Insektenhotels gebaut. Am Beispiel von Blumen wurde Kita-Kindern auch die Bedeutung von fairem Handel vermittelt. Ihre Erfahrungen und ihr Wissen gaben die Kitas in Workshops und Netzwerktreffen weiter.

Als Ergebnis der intensiven Projektarbeit sind zwei Handreichungen für die pädagogische Praxis entstanden. Sie werden im Frühsommer veröffentlicht und den Kindertageseinrichtungen des Landes kostenfrei zur Verfügung gestellt.

Die ausgezeichneten Kitas:

Kita Löwenzahn (Schwerin), Kita Am Lustgarten (Grevesmühlen), Gesundheits-Kita Sonnenblume (Laage), Kita Kleine Weinbergschnecken (Waren), Kita natura (Brenz), Integrative Kita Heidehummeln (Rövershagen), Kita Lütt Hüsung (Ribnitz-Damgarten), Kita Sankt Martin (Dabel), Montessori-Kita (Greifswald-Hinrichshagen)

Eltern-Wegweiser „Mein Kind kommt in die Schule“

Das Bildungsministerium gibt den Familien mit Kindern, die eingeschult werden, erstmalig einen Wegweiser an die Hand. Die Broschüre „Mein Kind kommt in die Schule“ soll Familien und Kindern den Übergang von der Kita in die Schule erleichtern. Sie informiert in einem kompakten Überblick über wichtige Schritte der Kinder auf dem Weg in die Schule.

Sie ist als Download bereits online über den Bildungsserver und das Regierungsportal des Bildungsministeriums verfügbar. Die Broschüre wird auch als Heft über die Kindertageseinrichtungen kostenlos erhältlich sein.

Bundesrat stimmt KiTa-Qualitätsgesetz zu

Mit dem KiTa-Qualitätsgesetz sollen in den Jahren 2023 und 2024 rund vier Milliarden Euro in die frühkindliche Bildung investiert werden. Nach der Zustimmung des Bundesrates kann das Gesetz zum 1. Januar 2023 in Kraft treten.

Der Entwurf des KiTa-Qualitätsgesetzes sieht vor, dass die Länder über 50 Prozent der Mittel in sieben vorrangige Handlungsfelder investieren:

  • Bedarfsgerechtes Angebot
  • Fachkraft-Kind-Schlüssel
  • Gewinnung und Sicherung von qualifizierten Fachkräften
  • Starke Leitung
  • Sprachliche Bildung
  • Maßnahmen zur kindlichen Entwicklung, Gesundheit, Ernährung und Bewegung
  • Stärkung der Kindertagespflege

Neue Maßnahmen der Länder für Beitragsentlastungen der Eltern können nicht über das KiTa-Qualitätsgesetz finanziert werden. Beitragsentlastungen, die im Zuge des bisherigen Gute-KiTa-Gesetzes eingeführt wurden, sollen aber fortgesetzt werden können – sofern ansonsten die Schwerpunktsetzung, also der Einsatz von mindestens 50 Prozent der Mittel auf die vorrangigen Handlungsfelder sichergestellt ist.

Die Zustimmung des Bundesrates zum KiTa-Qualitätsgesetz bedeutet auch grünes Licht für eine übergangsweise Fortsetzung des Bundesprogramms „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ bis zum 30. Juni 2023.

Fachstelle „Mehrsprachigkeit MV“

Kindertageseinrichtungen und pädagogische Fachkräfte in Mecklenburg-Vorpommern erhalten mit der Fachstelle „Mehrsprachigkeit MV“ eine neue Kontaktstelle. Diese unterstützt die Einrichtungen auf ihrem Weg zu einer pädagogischen Praxis, die Mehrsprachigkeit und Diversität fördert.

„Mit der neuen Anlaufstelle und ihren kostenfreien Angeboten verbessern wir sowohl die Bildungschancen als auch die soziale Teilhabe aller Kinder und Familien“, sagte Simone Oldenburg, Ministerin für Bildung und Kindertagesförderung.

Die Fachstelle „Mehrsprachigkeit MV“ folgt auf das gelungene Modellprojekt „Mehrsprachigkeit leben!“. Sie wird die Aufgaben fortführen, erweitern und auf das gesamte Bundesland ausdehnen. „Um möglichst viele Fachkräfte im Land zu erreichen, werden zwei Standorte aufgebaut und eine Vielzahl von Entwicklungsformaten angeboten“, informierte die Ministerin.

Dazu zählen unter anderem Fortbildungen und Beratungen zu den Themen Mehrsprachigkeit und gesellschaftliche Vielfalt, die regionale und überregionale Vernetzung und der Austausch in Form von Netzwerktreffen, Fachtagen, Bildungsreisen und Hospitationen innerhalb von MV sowie in andere Bundesländer und ins europäische Ausland.

Die Fachstelle entwickelt auch Lehrmaterialien zur Mehrsprachigkeit und Diversität und koordiniert die fachliche Begleitung der Sprach- und Familienbildungsprogramme „Griffbereit“ und „Rucksack KiTa“.

„Krümelkiste“ aus Neuenkirchen zur kreativsten Kita gekürt

Bildungsministerin Simone Oldenburg beglückwünscht die Kindern der Kita „Krümelkiste“ in Neuenkirchen bei Greifswald. Die Einrichtung darf sich durch einen Wettbewerb der „Ostsee-Zeitung“ „Kreativste Kita in ganz MV“ nennen.

„Wir gratulieren den Kindern der Kita „Krümelkiste“, ihren Erzieherinnen und Erziehern sowie den Eltern zu diesem Erfolg. Hier haben alle gemeinsam – von den Kleinsten bis zu den Vorschulkindern – mit ihren Kunstwerken eine wunderbare Herbstaktion auf die Beine gestellt. Das spricht für ein tolles Miteinander in der Kita und zeigt, wie kreativ und mit welch einer Freude in Kitas wie der „Krümelkiste“ das Wissen über Pflanzen und Tiere vermittelt wird“, freut sich Simone Oldenburg.

Beworben hatte sich die Kita mit einem Foto von der gestalteten Glasfront im Flur der Einrichtung. Unter dem Titel „Knuffige Tiere im Krümelherbstwald“ hatten die Kinder gebastelt und gemalt. Die Kita konnte sich gegen 48 Mitbewerber durchsetzen.

Pressemitteilung; Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung

2. Platz beim „Deutschen Kita-Preis“ für Greifswalder Kita

Die Greifswalder Kita „7 Raben“ ist mit dem 2. Platz beim „Deutschen Kita-Preis“ in der Kategorie „Kita des Jahres“ ausgezeichnet worden. „Die Kita ‚7 Raben‘ gehört damit zu den fünf besten Kitas bundesweit. Das ist eine tolle Anerkennung für die vom gesamten Team geleistete Arbeit und stellvertretend für so viele Kitas bei uns im Land“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg.

Die Jury begründete ihre Entscheidung vor allem damit, dass in der Greifswalder Kita Diversität in allen Aktivitäten gefördert werde. Außerdem wird in der Kita ein reflektierter und bewusster Umgang mit Geschlechterrollen und Stereotypen gelebt. Dafür holt sich das Team unter anderem auch Netzwerkpartnerinnen und –partner ins Haus.

Der „Deutsche Kita-Preis“ ist eine gemeinsame Initiative des Bundesfamilienministeriums und der „Deutschen Kinder- und Jugendstiftung“ gemeinsam mit der „Heinz und Heide Dürr Stiftung“, dem „Eltern-Magazin“, der „Soziallotterie freiheit+“ und dem „Didacta-Verband“. Die erstplatzierte Kita erhält ein Preisgeld in Höhe von 25.000 Euro, die vier Zweitplatzierten können sich über jeweils 10.000 Euro freuen.

Publikation „Kindertagesbetreuung Kompakt 2021“

In der siebten Ausgabe von „Kindertagesbetreuung Kompakt“ veröffentlicht das Bundesfamilienministerium aktuelle Daten zum Ausbaustand und zum Betreuungsbedarf in der Kindertagesbetreuung von Kindern bis zum Schuleintritt sowie in der Ganztagsbetreuung von Grundschulkindern. Sie zeigen: 2021 wurden erneut mehr Kinder im Alter von drei Jahren bis zum Schuleintritt betreut als im Vorjahr. Dennoch sank die Betreuungsquote im Vergleich zum Vorjahr. Dies hängt mit der weiterhin wachsenden Anzahl der Kinder dieser Altersgruppe in der Bevölkerung zusammen. Die Daten zeigen, dass der Betreuungsbedarf der Eltern noch nicht gedeckt und ein Platzausbau weiterhin notwendig ist.

Bewerbungsphase Deutscher Kita-Preis 2023

Der Deutsche Kita-Preis würdigt Menschen, die hart daran arbeiten, dass die jüngsten Mitglieder unserer Gesellschaft optimal aufwachsen können. Die Auszeichnung für Kitas und lokale Bündnisse für frühe Bildung würdigt auch gute Prozesse und nicht ausschließlich gute Ergebnisse. Sie berücksichtigt zudem die unterschiedlichen Rahmenbedingungen, in denen Kinderbetreuung stattfindet. Gesucht werden Kitas und lokale Bündnisse, für die Kindorientierung, Sozialraumorientierung und Partizipation wichtig sind und die als Organisation lernen wollen.

Die Bewerbung ist ausschließlich über die Webseite vom Kita-Preis und über das Bewerbungsportal möglich. Bewerben können sich alle Kitas und lokalen Bündnisse für frühe Bildung in Deutschland. Die Bewerbungsphase für den Deutschen Kita-Preis 2023 läuft vom 16. Mai bis zum 29. Juli 2022.​​​​​

Es gibt ein mehrstufiges Auswahlverfahren, um den Aufwand für alle Kitas und lokalen Bündnisse zu begrenzen: Nach der Prüfung aller Bewerbungen anhand einer Auswahlmatrix werden bis Mitte Oktober 25 Kitas und 15 lokale Bündnisse eingeladen, zusätzliche Bewerbungsunterlagen einzureichen.

App „KKGG – Kleine Kinder – Große Gefühle“

In der Studie „Kleine Kinder Große Gefühle“ wird von der Uni Münster eine wissenschaftliche BeratungsApp für Eltern getestet. In der App geht es um Themen wie Wutanfälle, Ängste, Streit und allgemein darum, wie Eltern eine gesunde sozialemotionale Entwicklung unterstützen können. Die Entwickler*innen interessiert besonders, welche Unterstützung Eltern hilfreich finden und wie diese digital leicht zugänglich angeboten werden können. Interessierte Eltern bekommen Zugang zur KKGGApp inklusive praktischer Tipps, Lernvideos und persönlicher ChatBeratung. Über Fragebögen kann anonymes Feedback gegeben und dafür an der Verlosung von Gutscheinen teilgenommen werden.

Teilnehmen können alle Eltern von Kindergartenkindern im Alter von ca. 3 bis 7 Jahren.

 

Zusätzliche Kinderkrankentage auch im Jahr 2022

Auch für das laufende Jahr haben gesetzlich krankenversicherte Eltern Anspruch auf erweiterte Kinderkrankentage bei Betreuung zu Hause. Darauf weist Sozialministerin Stefanie Drese hin. „Die coronabedingte Sonderregelung zum Kinderkrankengeld sind in das Jahr 2022 hinein verlängert“, so Drese.

Damit stehen jedem gesetzlich krankenversicherten Elternteil erneut 30 Kinderkrankentage pro Kind im Jahr zur Verfügung. Für Alleinerziehende sind es 60 Tage. Bei mehreren Kindern hat jeder Elternteil insgesamt einen Anspruch auf maximal 65 Arbeitstage. Für Alleinerziehende erhöht sich dieser Anspruch auf maximal 130 Arbeitstage.

„Eltern können zunächst befristet bis einschließlich 19. März 2022 Kinderkrankengeld auch dann in Anspruch nehmen, wenn ihr Kind nicht krank ist, aber zu Hause betreut werden muss“, verdeutlicht Ministerin Drese. Das ist etwa dann der Fall, wenn eine Kita, Schule oder eine Einrichtung für Menschen mit Behinderungen geschlossen ist, einen eingeschränkten Zugang hat oder die Präsenzpflicht im Unterricht ausgesetzt wurde. Das gilt auch, wenn einem Kind aufgrund eines Schnelltestergebnisses der Besuch einer Kinderbetreuungseinrichtung oder Schule untersagt ist. Anspruchsberechtigt sind auch Eltern, die im Homeoffice arbeiten könnten.

Ab 20. März 2022 besteht der Anspruch auf Kinderkrankengeld wieder nur bei Erkrankung des Kindes und entsprechendem Betreuungsbedarf. „Über eine mögliche Verlängerung dieses Datums aufgrund der Corona-Lage wird rechtzeitig entschieden“, betont Drese.

Kinderkrankengeld gibt es für jedes gesetzlich versicherte Kind bis einschließlich zwölf Jahre. Es beträgt in der Regel 90 Prozent des ausgefallenen Nettoarbeitsentgelts. Für Kinder mit Behinderung, die auf Hilfe angewiesen sind, gibt es keine Altersgrenze.

Drese: „Die unbürokratische Sonderregelung hilft Eltern und Alleinerziehenden, den schwierigen Alltag zu meistern. Wichtig ist, wenn Eltern Kinderkrankentage nehmen, haben sie einen Anspruch auf Freistellung.“

Weitere wichtige Corona-Regelungen und Verordnungen im Überblick…