Kindergrundsicherung – Leistung für alle Kinder
Jedes fünfte Kind in Deutschland gilt als arm. Eine der dringendsten Aufgaben der Politik ist es deshalb, Armutsrisiken zu verringern und gleiche Entwicklungs- und Teilhabechance für Kinder und Jugendliche zu schaffen.
Rund 70 Prozent der Bevölkerung unterstützen nach einer aktuellen Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach (IfD Allensbach) die Bekämpfung von Kinderarmut. Mehr als 65 Prozent wünschen sich, dass mehr für die Chancengerechtigkeit von Kindern unabhängig von der sozialen Herkunft getan wird.
Die Kindergrundsicherung ist künftig die zentrale Leistung für alle Kinder. Sie vereinfacht das System der Familienförderung. Die Kindergrundsicherung soll vor allem diese Ziele erreichen:
- vor Armut schützen und bessere Chancen für Kinder und Jugendliche schaffen
- mehr Familien und Kinder erreichen und damit verdeckte Armut bekämpfen
- eine gebündelte Leistung sein, die das Leben für Familien leichter macht
Die Kindergrundsicherung soll aus einem für alle Kinder gleich hohen Kindergarantiebetrag bestehen, der das heutige Kindergeld ablöst – außer dem Namen ändert sich nichts. Hinzu kommt ein einkommensabhängiger Kinderzusatzbetrag. Zusammen decken Kindergarantiebetrag und Kinderzusatzbetrag das soziokulturelle Existenzminimum für Kinder ab.
Quelle: BMFSFJ, abgerufen am 30.08.2023 (Hintergrundinformationen)
Siebzig Prozent der Kinder und Jugendlichen sind im dritten Jahr nach Ausbruch der Corona-Pandemie psychisch gestresst. Sie machen sich Sorgen und haben aufgrund der Vielzahl an Krisen erhebliche Zukunftsängste. Sie brauchen Gehör und Unterstützung. Dafür setzt sich das Bundesjugendministerium mit verschiedenen Maßnahmen ein, unter anderem der „Strategie gegen Einsamkeit“, dem „Bündnis für die junge Generation“ und der Unterstützung des Online-Beratungsangebotes der JugendNotmail.
Das Online-Beratungsangebot der JugendNotmail steht Kindern und Jugendlichen 24/7 als kostenloses, niedrigschwelliges und datensicheres Online-Beratungsangebot zur Verfügung. Die App kann im Apple Store oder bei Google Play herunter geladen werden.
FLIMMO-Tipps für die Sommerferien
Ob Strand, Berge oder einfach daheim auf dem Balkon: Die Sommerferien sind da und viele Menschen freuen sich auf erholsame Tage. In Zeiten von Krieg, Krisen und Katastrophen in den letzten Jahren ist der Bedarf an Erholung und Entspannung besonders groß. Für die freie Zeit hat FLIMMO ein paar Ideen zusammengestellt: Empfehlenswerte Filme für das Sommerkino daheim dürfen genauso wenig fehlen wie Medientipps für lange Fahrten und kreative Anregungen und Anleitungen auf YouTube. Und damit sich nicht alles um Tablet, TV & Co. dreht, gibt es von FLIMMO ein paar Challenges und Ideen für medienfreie Zeit.
Gerade in den Ferien ist genügend Zeit und die Kinder dürfen länger aufbleiben – das ist die Gelegenheit für einen Filmabend mit der Familie. Für die entsprechende Kinoatmosphäre sorgen Popcorn, Knabbereien, Getränke und die Verdunklung des Raumes. Aber vor allem ist die richtige Auswahl wichtig. Hier können die Flimmo Empfehlungen eine gute Entscheidungshilfe sein.
6. Deutscher Kita-Preis verliehen
Zwanzig Kitas und lokale Bündnisse für frühe Bildung aus zwölf Bundesländern wurden für ihr herausragendes Engagement mit der Verleihung des Deutschen Kita-Preises 2023 in Berlin gefeiert. Das Bundesfamilienministerium, die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung und weitere Partner*innen verleihen die begehrte Auszeichnung an fünf Kitas und fünf Bündnisse für ihre außergewöhnliche Leistung in der frühen Bildung, Betreuung und Erziehung. Der erste Platz in der Kategorie „Kita des Jahres“ und damit 25.000 Euro Preisgeld gehen an die Kita Heide-Süd in Halle, Sachsen-Anhalt. In der Kategorie „Lokales Bündnis für frühe Bildung des Jahres“ belegt das niedersächsische Bündnis AG Nordstadt aus Hildesheim den ersten Platz.
Projekte für Kinder und Jugendliche
Das Bundesprogramm „Das Zukunftspaket für Bewegung, Kultur und Gesundheit“ richtet sich direkt an Kinder und Jugendliche, eigene Projektideen umzusetzen und ihr Umfeld aktiv zu gestalten und zu verändern. Junge Menschen von der Kita bis zum vollendeten 26. Lebensjahr können gemeinsam mit einer Trägerin oder einem Träger ihrer Wahl einen Förderantrag stellen. Dafür endet die Frist am 15. September.
Mit dem Bundesprogramm fördert das Bundesjugendministerium im Jahr 2023 Projekte und Angebote von Kindern und Jugendlichen für Kinder und Jugendliche. Das Ziel ist, die Situation junger Menschen durch Bewegung, Kulturangebote und Maßnahmen für die körperliche und seelische Gesundheit zu verbessern. Aufgrund aktueller Krisen mussten sie in den vergangenen Jahren auf vieles verzichten und hatten zudem das Gefühl, dass ihre Interessen nicht gehört werden. Deshalb stehen Teilhabe und Engagement im Vordergrund des Bundesprogramms.
Auf der Website des Zukunftspakets können sich Kinder und Jugendliche informieren und vom Team der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) beraten lassen.
Kitas für Projekte zur Nachhaltigkeit ausgezeichnet
Das Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung hat neun Kitas für ihr außergewöhnliches Engagement bei der Vermittlung von Nachhaltigkeit ausgezeichnet.
„Es ist beeindruckend, mit wieviel Ideen sich schon die Kleinen mit ihrer Umwelt beschäftigen: sei es durch Begegnungen mit der Tier- und Pflanzenwelt auf dem Kita-Gelände oder durch praktische Erfahrungen im Kita-Alltag. Die engagierten Fachkräfte haben gezeigt, dass Bildung für nachhaltige Entwicklung an jedem Ort möglich ist und dass wir den richtigen Weg eingeschlagen haben“, sagte die Bildungsministerin Simone Oldenburg.
Die Kindertageseinrichtungen haben sich gemeinsam drei Jahre lang im Modellprojekt „Kita 2030 – Nachhaltigkeit erleben, Zukunft gestalten“ auf eine spannende Abenteuerreise eingelassen. Dabei haben sie unter anderem Modelle zur Biodiversität und zum Papier- und Müllsparen entwickelt, sich nachhaltig ernährt oder Insektenhotels gebaut. Am Beispiel von Blumen wurde Kita-Kindern auch die Bedeutung von fairem Handel vermittelt. Ihre Erfahrungen und ihr Wissen gaben die Kitas in Workshops und Netzwerktreffen weiter.
Als Ergebnis der intensiven Projektarbeit sind zwei Handreichungen für die pädagogische Praxis entstanden. Sie werden im Frühsommer veröffentlicht und den Kindertageseinrichtungen des Landes kostenfrei zur Verfügung gestellt.
Die ausgezeichneten Kitas:
Kita Löwenzahn (Schwerin), Kita Am Lustgarten (Grevesmühlen), Gesundheits-Kita Sonnenblume (Laage), Kita Kleine Weinbergschnecken (Waren), Kita natura (Brenz), Integrative Kita Heidehummeln (Rövershagen), Kita Lütt Hüsung (Ribnitz-Damgarten), Kita Sankt Martin (Dabel), Montessori-Kita (Greifswald-Hinrichshagen)
Ehrenamtmesse mit Teddy-Ambulanz
Erbsensuppe aus der Feldküche und eine Teddy-Ambulanz erwarten neben einer vielseitigen Präsentation der ehrenamtlichen Vereinslandschaft des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte, die Besucher auf der 16. Ehrenamtmesse am Samstag, den 15. April 2023, im HKB Neubrandenburg und auf dem Marktplatz.
Sylvia Grimm, Staatssekretärin im Ministerium für Soziales, Gesundheit und Sport eröffnet die Ehrenamtmesse nach dem musikalischen Auftakt des Freien Fanfarenzug Neubrandenburg Stadt 1980 e.V., um 10.00 Uhr. Bis 15:00 Uhr können Besucher dann das Gespräch suchen oder einfach vorbeikommen und schauen, welche Projekte sie interessieren könnten. Zu sehen sind zum Beispiel Vereine aus der Blaulichtfraktion, Selbsthilfegruppen, Sportvereine, Rettungshundestaffel, das Sozial- und Finanzministerium, sowie Bereiche aus der Seniorenarbeit und viele weitere soziale Vereine und Initiativen. Zum ersten Mal wird dieses Jahr die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt vertreten sein.
Um Kindern die Angst vor einem Arztbesuch zu nehmen, organisiert ein medizinisches Teddy-Doc-Team die ärztliche Behandlung für Teddys, Puppen und allen anderen Plüschtieren.
Weitere Termine und Informationen zu den Ehrenamtmessen erhalten Sie HIER…
Landesprogramm „MV kann schwimmen“ wird verlängert
Mit einer Landesförderung in Höhe von 200.000 Euro sollen auch in diesem Jahr pandemiebedingte Defizite in der Schwimmkompetenz von Kindern aufgeholt werden. „Die Zahl der teilnehmenden Grundschüler*innen hat sich seit Initiierung des Programmes fast verdoppelt. So profitierten letztes Jahr bereits 1.860 Kinder im Land von den zusätzlichen Angeboten der Schwimmsport treibenden Verbände in den schulfreien Zeiten“, erklärte Drese. Auch die Anzahl der angebotenen Kurse stieg von 140 im Jahr 2020 auf 260 im Jahr 2022. Anbieter der Schwimmkurse, die vom Land gefördert werden, sind Vereine im Schwimm-Verband M-V, die DLRG MV, der ASB MV, die Wasserwacht im DRK-Landesverband MV sowie Städte und Gemeinden. Um eine Förderung für die zusätzlichen Kurse zu erhalten, muss durch den Träger ein entsprechender Antrag beim Landesförderinstitut Mecklenburg-Vorpommern in Schwerin eingereicht werden. Die Durchführung kann nur durch qualifizierte Lehrkräfte erfolgen, die im Besitz einer gültigen Rettungsschwimmerqualifikation sind.
Ziel des Sportministeriums sei es, dass das Projekt langfristig sicher finanziert wird, so Drese. Wurde es 2022 zuletzt aus Bundesmitteln des Aktionsprogramms „Aufholen nach Corona“ getragen, so sei ab diesem Jahr eine feste Finanzierung aus Landesmitteln vorgesehen.
Weitere Informationen zum Landesprogramm „MV kann schwimmen“