Zeugnissorgen? Hotline bietet Hilfe
Auch in diesem Jahr richtet das Bildungsministerium vor den Sommerferien wieder ein Zeugnissorgentelefon ein. Ab Montag, 21. Juli 2025, stehen die Fachkräfte des ZDS (Zentraler Fachbereich für Diagnostik und Schulpsychologie) für anonyme Beratung zur Verfügung – für Schüler*innen und Eltern.
Ob Enttäuschung, Angst vor Konflikten zu Hause oder Fragen zur Leistungsverbesserung: Das Team bietet Hilfe, Orientierung und Tipps – eine Woche vor und eine Woche nach der Zeugnisausgabe.
Zeugnissorgentelefon: 0385 588 7987
21. Juli – 1. August 2025
Mo–Fr: 8–18 Uhr, Zeugniswoche auch Sa
Klischeefrei-Quiz-App: Spielerisch gegen Rollenbilder
Mit der Klischeefrei-Quiz-App können Jugendliche, Lehrkräfte und Familien spielerisch gängige Klischees hinterfragen – etwa in den Bereichen Beruf, Familie oder Kultur. In fünf Kategorien lassen sich durch Quizfragen, Rollenspiele und spannende Aufgaben Punkte sammeln und Denkmuster aufdecken.
Ob allein, im Team-Duell oder per Blitzpartie für zwischendurch: Drei Spielmodi sorgen für Abwechslung. Zu jeder Frage gibt es Infos und Fakten, die das Verständnis für Gleichstellung und klischeefreie Berufswahl vertiefen.
Mit Registrierung lassen sich Highscores speichern und Abzeichen wie „Kluges Köpfchen“ oder „Teamplayer*in“ sammeln – in Bronze, Silber oder Gold.
Jetzt ausprobieren: www.klischeefrei.de
Neues Kinder- und Familienzentrum in Rostock Groß Klein eröffnet
In Rostock Groß Klein wurde kürzlich eines der ersten Kinder- und Familienzentren (KiFaZ) in Mecklenburg-Vorpommern eröffnet. Es ist direkt an die Kita „Naturwerkstatt“ angeschlossen und setzt damit das Prinzip „Alles unter einem Dach“ beispielhaft um.
„Unser Ziel ist es, Familien dort zu erreichen, wo sie ohnehin sind – morgens und nachmittags in der Kita“, erklärte Sozial-Staatssekretärin Sylvia Grimm. Angebote sollen unabhängig von Herkunft, Sprache oder Lebenslage zugänglich sein.
Grimm betonte, dass viele Hilfen bislang an Hemmschwellen scheitern. Die Anbindung an vertraute Orte wie die Kita könne diese Barrieren abbauen und den Zugang zu Unterstützung deutlich erleichtern.
Das Land will bis 2028 mindestens 16 KiFaZe in ganz MV etablieren und stellt dafür rund fünf Millionen Euro aus dem Europäischen Sozialfonds bereit. Alle Landkreise und kreisfreien Städte sollen berücksichtigt werden.
In Rostock gibt es nun bereits zwei solcher Zentren – in Lütten Klein und in Groß Klein – mitten in Wohngebieten mit besonderem Unterstützungsbedarf.
Cannabis und Jugendliche: Eltern erhalten Unterstützung
Seit der Legalisierung von Cannabis für Volljährige im letzten Jahr stehen Eltern vor neuen Herausforderungen. Vor diesem Hintergrund hat die Landeskoordinierungsstelle für Suchtthemen Mecklenburg-Vorpommern (LAKOST MV) mit Unterstützung des Gesundheitsministeriums einen umfassenden Flyer veröffentlicht, der Eltern dabei hilft, Warnsignale zu erkennen und Unterstützung anzubieten.
„Das Durchschnittsalter für den ersten Cannabiskonsum liegt leider bei 14 Jahren. Der Konsum kann langfristige Auswirkungen auf die körperliche und psychische Gesundheit haben. Der Flyer informiert über die rechtlichen Rahmenbedingungen, die Risiken des Cannabiskonsums für Jugendliche und gibt wertvolle Hinweise, wie Eltern reagieren können, wenn sie bei ihrem Kind Anzeichen dafür vermuten“, erläuterte Gesundheitsministerin Stefanie Drese die Hintergründe.
Der Cannabis-Elternflyer ist kostenlos bei der LAKOST MV bestellbar.
Darüber hinaus hat die LAKOST vor wenigen Tagen eine Citycards-Aktion zum Thema Cannabis gestartet. In Rostock, Schwerin, Wismar, Greifswald und Stralsund werden in den teilnehmenden Kneipen und Einrichtungen insgesamt 48.000 Postkarten verteilt, die zum Schmunzeln und Überdenken des Cannabiskonsums insbesondere im jungen Alter nachdenken sollen.
Zeugnissorgentelefon ist geschaltet
Die Hotline ist ein Angebot des Zentralen Fachbereichs für Diagnostik und Schulpsychologie (ZDS). Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen jeweils eine Woche vor und eine Woche nach der Zeugnisausgabe mit Rat und Hilfe bei allen Fragen rund um das Zeugnis zur Verfügung, ob es dabei um den Umgang mit Enttäuschung und Ängsten oder um Konflikte in der Familie geht. Schülerinnen und Schüler können auch Tipps erhalten, wie sie ihre Leistungen verbessern.
Die telefonische Beratung ist vom 27. Januar 2025 bis 7. Februar 2025 unter der Nummer 0385 588 7987 (montags bis freitags und auch am Samstag, 1. Februar 2025), jeweils in der Zeit von 8:00 bis 18:00 Uhr erreichbar.
App: Kindersicher! – Kinderunfälle vermeiden
Die App „Kindersicher!“ unterstützt frischgebackene Eltern mit wichtigen Informationen und hilfreichen Tipps, um Unfälle und Gefahren im Alltag zu vermeiden. Sie beantwortet Fragen wie: Dürfen Kuscheltiere ins Babybett? Wie erkenne ich sicheres Spielzeug? Wie finde ich den richtigen Autokindersitz? Und was tun bei einem Unfall?
Die App begleitet Dich durch die ersten Jahre Deines Kindes und hilft, Gefahrenquellen zu erkennen und sicher zu umgehen.
Online-Angebot STARK unterstützt Eltern in Krisen oder in Trennung
Expertinnen und Experten aus Psychologie, Pädagogik, Rechtswissenschaft und Ökonomie haben das Online-Angebot entwickelt. Das Portal wurde in den vergangenen fünf Jahren mit rund 2,6 Millionen Euro vom Bundesfamilienministerium gefördert.
Die Plattform richtet sich an drei Zielgruppen:
- Für Paare und Eltern bietet die Plattform Informationen zu rechtlichen, finanziellen und psychologischen Aspekten, gerade wenn Kinder betroffen sind, sowie praxisorientierte Trainings zur Konfliktbewältigung und Entscheidungsfindung.
- Für Kinder und Jugendliche bietet die Plattform einen eigenen Bereich, der altersgerecht bei Trennung unterstützt.
- Für Fachkräfte bietet die Plattform spezialisierte Tools und Wissensangebote für Fachkräfte aus der Paar-, Trennungs- und Erziehungsberatung.
Die Plattform ist kostenfrei zugänglich unter www.stark-familie.info.
JIM-Studie 2024 veröffentlicht
Die JIM-Studie 2024 vom Medienpädagogischen Forschungsverband Südwest (mpfs) zeigt, dass KI-Technologien wie ChatGPT, Snapchat KI, Google KI und DALL-E von etwa zwei Dritteln der Jugendlichen genutzt werden, vor allem für schulische Zwecke (zwei Drittel), Unterhaltung (52 %) und Informationssuche (43 %). Die Studie wird gemeinsam von der Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg (LFK), der Medienanstalt Rheinland-Pfalz und dem Südwestrundfunk (SWR) durchgeführt. Die JIM-Studie wird seit 1998 jährlich durchgeführt und bietet umfassende Einblicke in das Medienverhalten Jugendlicher in Deutschland.
Zunahme problematischer Inhalte: 61 % der Jugendlichen berichten von Kontakt mit Fake News, ein Anstieg von 42 % (2021). Auch beleidigende Kommentare (57 %) und extreme politische Ansichten (54 %) nehmen zu. Fast ein Drittel der Jugendlichen hat sexuelle Belästigung im Netz erlebt, vor allem auf Instagram.
Soziale Medien und Nachrichten: Plattformen wie WhatsApp, Instagram, TikTok und Snapchat prägen den Alltag der Jugendlichen. Neben persönlicher Kommunikation sind sie wichtige Informationsquellen: Rund ein Drittel informiert sich über Instagram, YouTube und TikTok über aktuelle Ereignisse.
Nachrichteninteresse und Belastung: 83 % der Jugendlichen interessieren sich für Nachrichten, aber viele fühlen sich von negativen Meldungen belastet.
Smartphone-Nutzung: Das Smartphone bleibt das zentrale Medium, wird aber kritisch reflektiert: Zwei Drittel verbringen mehr Zeit am Handy als geplant, und zwei Fünftel erleben Ablenkungen bei Aufgaben. Gleichzeitig genießen 59 % auch Offline-Zeit.
Neues Beratungsangebot für Eltern von Kleinkindern
Für viele Eltern ist das Medienthema mit Emotionen besetzt. Manche fürchten, dass es Kindern schadet, wenn sie zu früh Medien konsumieren. Andere wollen sichergehen, dass ihre Kinder nichts verpassen.
Eins ist klar: Kinder sind von Geburt an von Medien umgeben. Die Smartphones der Eltern, Fernseh-Apparate, Bildschirme beim Kinderarzt oder in der U-Bahn – Medien sind allgegenwärtig. Die Empfehlung, mit dem Schauen von Medieninhalten bis zum dritten Geburtstag der Kinder zu warten, fällt da oftmals schwer. Wichtig ist, sich vorab Gedanken zu machen, was zum Familienalltag passt und was den eigenen Kindern guttut.
Auf Basis einer aktuellen Befragung von Eltern und Kindern hat FLIMMO die wichtigsten Infos, Tipps und Anregungen für den Medienstart in einem neuen Beratungsangebot zusammengestellt.
Zeitgleich hat FLIMMO eine bundesweite Versandaktion von FLIMMO-Plakaten an rund 54.000 Kindertageseinrichtungen, auch in Mecklenburg-Vorpommern gestartet. Diese soll auf das neue Beratungsangebot für Eltern hinweisen.
Landesweites Zeugnissorgentelefon
Heute erhalten 161.700 Schülerinnen und Schüler an den allgemein bildenden Schulen ihre Zeugnisse. Für einige Kinder und Jugendliche ist der letzte Schultag allerdings auch mit Enttäuschungen verbunden, weil ihre Noten nicht so ausfallen wie erhofft. Das Bildungsministerium bietet bereits mit Beginn der letzten Schulwoche vor den Sommerferien ein landesweites Zeugnissorgentelefon an. Schülerinnen, Schüler und Erziehungsberechtigte erhalten hier Unterstützung, Rat und Hilfe.
Die telefonische schulpsychologische Beratung ist ein Angebot des Zentralen Fachbereichs für Diagnostik und Schulpsychologie (ZDS). Das Zeugnissorgentelefon mit der landeseinheitlichen Nummer 0385 588 7987 ist bis 26. Juli 2024, von Montag bis Freitag und auch am Samstag, 20. Juli 2024, in der Zeit von 8:00 bis 18:00 Uhr besetzt.