Urlaub mit einem Kind mit Behinderungen Urlaub mit einem Kind mit Behinderungen

Ein Familienurlaub mit einem Kind mit Behinderungen kann eine wertvolle gemeinsame Auszeit sein. Die Organisation erfordert jedoch mehr Vorlaufzeit und besondere Rahmenbedingungen. Dazu gehören barrierefreie Unterkünfte, individuelle Betreuungsangebote und eine familienfreundliche Umgebung.
Mecklenburg-Vorpommern bietet mit seinen elf gemeinnützigen Familienferienstätten vielfältige und erschwingliche Angebote für Familien mit Kindern mit Behinderungen oder Pflegebedarf. Die naturnahe Umgebung zwischen Ostsee, Seenlandschaften und Wäldern schafft dabei ideale Voraussetzungen für Erholung.

FAQ - Häufige Fragen

Finanzielle Unterstützung

Das Land Mecklenburg-Vorpommern fördert Aufenthalte in gemeinnützigen Familienferienstätten mit einem Zuschuss in Höhe von: 35 Euro pro Nacht und Person für Aufenthalte von 5 bis 7 Tagen.

Fördervoraussetzungen:

  • Wohnsitz in Mecklenburg-Vorpommern
  • mindestens ein Kind mit Behinderung unter 18 Jahren im Haushalt
  • Bezug bestimmter Sozialleistungen (z. B. Kinderzuschlag, Wohngeld, Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz)

Antragstellung:

Die Antragstellung erfolgt nicht durch Einzelpersonen, sondern über anerkannte Träger der freien Jugendhilfe oder die jeweilige Familienferienstätte. Die Fachstelle im Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGuS) Mecklenburg-Vorpommern koordiniert die Familienerholungsförderung im Land und stellt Antragsformulare sowie Richtlinien bereit. Zudem bietet sie individuelle Beratung an. Eine persönliche Unterstützung bei der Antragstellung kann helfen, Unsicherheiten zu vermeiden und die erforderlichen Nachweise gezielt vorzubereiten.

Tipp:

Auf der Website der BAG Familienerholung gibt es einen Online-Rechner – um zu prüfen, ob eine Vergünstigung möglich ist. Viele Einrichtungen beraten gerne telefonisch zum Thema Barrierefreiheit und bei individuellen Bedarfen.

Familienferienstätten

Die gemeinnützigen Familienferienstätten in Mecklenburg-Vorpommern richten sich gezielt an Familien mit besonderen Herausforderungen, insbesondere an Familien mit einem Kind mit Behinderung. Ob an der Ostseeküste oder in der Seenlandschaft – die Einrichtungen ermöglichen Erholung in naturnaher Umgebung und schaffen zugleich Räume für Entlastung, Begegnung und Austausch.

Viele Häuser bieten:

  1. barrierefreie oder barrierearme Unterkünfte
  2. familiengerechte Ausstattung (z. B. Hochbetten, Pflegebetten, Wickelmöglichkeiten)
  3. rollstuhlgerechte Zugänge und sanitäre Anlagen
  4. barrierefreie Ruheräume und flexible Essenszeiten
  5. die Möglichkeit zur Mitnahme von Assistenzhunden
  6. entlastende Betreuungsangebote für Eltern
  7. Freizeitprogramme für Kinder mit und ohne Behinderungen
  8. inklusive Angebote für Kinder mit kognitiven oder motorischen Einschränkungen
  9. Begegnungs- und Austauschmöglichkeiten mit anderen Familien

Die Angebote variieren je nach Einrichtung. Häufig arbeiten die Häuser mit anerkannten Trägern der Jugendhilfe zusammen. Neben der Erholung spielt auch Familienbildung eine wichtige Rolle, etwa durch kreative Kurse, thematische Impulse oder gemeinsame Aktivitäten in der Natur. Teilweise werden auch begleitete Ausflüge oder spezielle Programme für Geschwisterkinder angeboten. Für Eltern können ergänzend Entlastungsangebote wie Gespräche oder gesundheitsfördernde Maßnahmen zur Verfügung stehen.

Unterstützung und Erholung in Mecklenburg-Vorpommern

Auf der interaktiven Karte finden Sie Beratungsangebote und Familienferienstätten in Mecklenburg-Vorpommern. Sie bietet eine Übersicht über wohnortnahe Unterstützungsmöglichkeiten und Orte der Erholung für Familien mit einem Kind mit Behinderung.

Liste

15 Adressen gefunden

Weiterführende Informationen